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Die hl. Elisabeth – ein Vorbild für die heutige Zeit

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Datum:
28. Okt. 2026
Von:
Pastor Klupsch
„The Charity of St. Elizabeth“ von Edmund Blair Leighton

Ihr Leben war kurz, aber intensiv: Die hl. Elisabeth von Thüringen (1207–1231) war temperamentvoll, durchsetzungsstark und ausdauernd. Von ihr können wir uns noch heute viel abschauen. Elisabeth von Thüringen, eine Königstochter aus Ungarn, lebte auf der Wartburg in Thüringen. Mit 24 Jahren starb sie am 17. November 1231, am 19. November wurde sie beigesetzt. Schon 1235 wurde sie heiliggesprochen. Elisabeth ist uns gerade heute ein Vorbild – für ein christliches Miteinander und in der Hilfe für bedürftige Menschen.

Sie versuchte, Jesus ähnlich radikal nachzufolgen wie Franz v. Assisi. Sie glaubte, dass ihr in jedem Armen Christus selbst begegne. Sie ist die Patronin der Nächstenliebe, der Caritas und vieler Schwesterngemeinschaften, die Krankenhäuser führen. Der hebräische Name Elischeba bedeutet ins Deutsche übersetzt: „Mein Gott ist Lebensfülle.“

Als Überflutung, Hunger und Seuchen Thüringen heimsuchen, läßt sie die Kornkammern öffnen. Allein rund um die Wartburg läßt sie tagtäglich rund 900 Bedürftige speisen. Ihr Mann billigt das. Er gründet ein Hospital in Gotha (1223- 26) und übergibt es dem Lazarusorden, 1226 eines unterhalb der Wartburg. Beide stiften 1227 ein Franziskanerkloster in Eisenach. Am 11. September 1227 stirbt ihr Mann Ludwig in Süditalien an einer Seuche. Sie zieht nach Marburg, wo sie ein Hospital gründet. Die Kapelle wird dem heiligen Franziskus gewidmet. Sie ist damit die erste Franziskus geweihte Kirche nördlich der Alpen.

Dargestellt wird Elisabeth mit Rosen in der Schürze, mit einem Brot oder mit einem Kreuz in der Hand. Es war ihr verboten, den Armen Brot zu bringen. Als sie wieder einmal auf dem Weg aufgehalten und kontrolliert wurde, hatte sich das Brot, das sie den Armen bringen wollte, in Rosen verwandelt. Diese Legende trifft den Kern ihrer Gesinnung, nämlich die Hinwendung zu den Armen und Kranken. An Elisabeth können wir ablesen, wie die Suche nach Gott auch das Verhältnis zu anderen Menschen verändert. Wer von Gott her auf die Menschen zugeht und Liebe zu schenken sich müht, der wird auch wieder tiefer zu Gott hingeführt. Und wer für Gott Zeit hat, dem wird es leichter, auch den Menschen zu dienen und sie zu lieben. Gottes- und Nächstenliebe gehören zusammen. Heute ist Elisabeth für uns ein Vorbild in sozialer Arbeit und der Fürsorge für Arme und Bedürftige. Herzliche Einladung zum Festgottesdienst am Donnerstag, den 19. November um 19 h in der Abteikirche Maria Himmelfahrt/Sayn.