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Ehrenamtliche Gremien gewählt - synodales Miteinander konkretisiert sich:Neue Pfarrei St. Elisabeth Bendorf setzt auf gemeinschaftliche Verantwortung

Arm eines Mannes zeigt auf eine Pinnwand, an der verschiedenenfarbige Klebezettel angebracht sind.
Datum:
16. Juni 2026
Von:
Pfr. Klupsch & Andreas Nies

Mit der Wahl des Pfarrgemeinderates und des Verwaltungsrates ist in der seit 01.01.2026 neu fusionierten Pfarrei Bendorf St. Elisabeth ein entscheidender Meilenstein erreicht. Die neuen Gremien übernehmen künftig Verantwortung für das kirchliche Leben in den einzelnen Pfarrbezirken Sayn, Weitersburg, Mülhofen und Bendorf. Sie gestalten die Entwicklung der neuen Pfarrei im Geist der synodalen Kirche im Bistum Trier aktiv mit. Pfarrer Klupsch betont dazu: "Mit diesen Wahlen wird konkret sichtbar, was wir unter synodalem Miteinander verstehen. Verantwortung wird nicht delegiert, sondern gemeinsam getragen - und genau darin liegt die Chance der neuen Pfarrei." Die neue Pfarrei bietet das Dach für die vielfältigen Vergemeinschaftsformen, unter dem Orte, Menschen und Charismen zusammenfinden. Überall dort ereignet sich Kirche, entsteht Gemeinde, wo Menschen ein offenes Ohr füreinander haben und erahnen: Gott ist mit uns! Aus der strukturellen Fusion wächst so vor allem eine gemeinsame Kirche vor Ort - die voneinander weiß und Netzwerke statt Seilschaften knüpft. Die gewählten Gremien stehen dabei für Transparenz, Beratung, Mitbestimmung und ein Kirche-Sein, das konsequent im Dialog bleibt. Gerade angesichts wachsender Herausforderungen - Glaubensschwund, sinkender Mitgliederzahlen, veränderter Erwartungen an Kirche und zunehmender Distanz vieler Menschen - setzen die Verantwortlichen bewusst auf neue Wege. Kirche soll wieder stärker auf Menschen zugehen, zuhören und Räume eröffnen, in denen Glaube neu entdeckt werden kann. Der leitende Pfarrer Klupsch formuliert es so: "Ein totes Pferd kann man nicht reiten", es wird nicht mehr um falsches Durch- und Festhalten gehen, sondern um die Notwendigkeit von Wandel, schließlich ist die Mitte der Eucharistie die Wandlung! Dieser Wandel kann nur durch gemeinsames Hören auf Gottes Geist gelingen. Als Gemeinde müssen wir lernen, neu hinzuhören und uns wirklich auf die Lebenswirklichkeiten der Menschen einzulassen - auch jenseits klassischer Formen." Kirche lebt vom Miteinander vieler und unterschiedlicher Begabungen. Die Mitglieder der neuen Gremien verstehen ihr Engagement daher ausdrücklich als gemeinschaftlichen Dienst. Verstärkt sollen Kooperationen mit Vereinen, sozialen Initiativen, Jugend- und Kultureinrichtungen entstehen, um Kirche stärker in den Alltag der Menschen zu verankern. Ein zentrales Anliegen ist zudem die Offenheit für Dialog - auch mit kirchenfernen und enttäuschten Menschen. Fragen, Kritik und unterschiedliche Sichtweisen sollen nicht nur zugelassen, sondern auch gehört werden. Grundlage des Miteinanders ist der gemeinsame Glaube, Respekt, Beteiligung und eine Gesprächskultur. Der Pfarrgemeinderat übernimmt dabei eine wichtige Rolle im pastoralen Leben. Er bringt Erfahrungen aus den Pfarrbezirken ein, berät über Schwerpunkte, fördert Initativen und stärkt ehrenamtliches Engagement. Seine Arbeit erfolgt in enger Abstimmung mit dem pastoralen, hauptamtlichen Team - ganz im Sinne des synodalen Miteinanders.

In den Pfarrgemeinderat wurden gewählt: Kristine Baumgart und Björn Janßen (Sayn), Marion Blettenberg und Henrik Trott (Mülhofen), Manuela Düpper und Jörg Halfen (Weitersburg), Ulrike Normann-Bühler und Konstantin Schmengler (Bendorf). Als berufene Mitglieder ergänzen künftig: Kristin Bast, Vanessa Müller, Andrea Nies und Stephanie Rohmann.

Auch der neu gewählte Verwaltungsrat trägt zentrale Verantwortung für die neue Kirchengemeinde. Er sorgt für die wirtschaftlichen und organisatorischen Grundlagen kirchlichen Lebens, begleitet finanzielle Entscheidungen und verantwortet den nachhaltigen Umgang mit Immobilien und Ressourcen. So werden Rahmenbedingungen geschaffen, die pastorale Entwicklungen an vielen Orten überhaupt erst ermöglichen. In den Verwaltungsrat, dessen Vorsitzender der Pfarrer ist, wurden gewählt: Peter Friedhofen, Christoph Helling und Andreas Nies (Bendorf), Dr. Nicolas Hoffmann und Heinz Werner Meurer (Weitersburg), Jürgen Mosen (Sayn).

Allen Kandidatinnen und Kandidaten sowie allen Wählerinnen und Wählern sei herzlich für ihre Beteiligung und ihr Vertrauen gedankt. Diese Bereitschaft zur Mitarbeit zeigt den Wunsch vieler, Kirche aktiv mitzugestalten und Veränderung konstruktiv zu begleiten. Pfarrer Frank Klupsch fasst den Aufbruch zusammen: "Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: es darf nicht mehr nur um Strukturen gehen, sondern darum, gemeinsam Kirche vor Ort zu gestalten, denn die Begegnung mit dem lebendigen Jesus verändert uns Menschen, sein Geist (Pfingsten) befähigt uns, neu aufzubrechen."